In der algerischen Kabylei wächst das Streben nach Unabhängigkeit. Doch auch der Islamismus dringt vor

KABYLEI (Tamurt) – Grüne Täler und waldbedeckte Berge – ein solches Bild kommt wohl den wenigsten in den Sinn, wenn sie an das in weiten Teilen aus Wüste bestehende nordafrikanische Land Algerien denken. Rund achtzig Kilometer östlich der Hauptstadt Algier beginnt die Kabylei. Diese gebirgige, aber über eine lange Mittelmeerküste mit kleinen Fischereihäfen verfügende Region gehört zu den ärmsten, mit rund fünf Millionen Einwohnern zugleich zu den bevölkerungsreichsten Gebieten Algeriens.