Mali: Verteidigungsexperten beraten in Bamako über Militäreinsatz

Mali: Verteidigungsexperten beraten in Bamako über Militäreinsatz
Schutz der Zivilbevölkerung in Mali muss Vorrang haben!

„Vor allen Dingen müssen jetzt jedoch die Bemühungen verstärkt werden, die Finanzierung des Terrornetzwerks zu unterbinden: Es darf nicht länger geduldet werden, dass lokale Behörden, Polizisten, Soldaten und selbst hohe Offiziere nicht nur in Mali, sondern auch in den Nachbarländern dunkle Geschäfte mit radikalen Islamisten betreiben“, sagte der GfbV-Afrikareferent Ulrich Delius am Dienstag in Göttingen. „Darüber hinaus ist es ganz wichtig, dass Staaten der Europäischen Union im Falle von Entführungen oder Geiselnahmen kein Lösegeld mehr zahlen.“

Internationale Verteidigungsexperten beraten heute in Malis Hauptstadt Bamako über eine Strategie für eine Militärintervention im Norden Malis gegen AQMI und ihre Verbündeten, die zwei Drittel des Staatsterritoriums Malis kontrollieren. In den vergangenen Monaten wurden bereits mehrfach Tuareg-Zivilisten von Soldaten aus Hubschraubern angegriffen und getötet, weil sie irrtümlich für Rebellen gehalten wurden. Auch ein Drohnen-Krieg in der Sahara birgt das große Risiko, dass irrtümlich Nomaden, Reisende und Händler, die sich meist in kleineren Gruppen bewegen, getötet werden, befürchtet die GfbV.

„Von den rund 6.000 Kämpfern der AQMI, der „Bewegung für die Einheit des Jihad in Westafrika (MUJAO) und von Ansar Dine sind nur rund 500 radikale Islamisten“, sagte Delius. Die restlichen Kämpfer sind Mitläufer, die sich den Terrorbewegungen zumeist aus finanziellen Gründen angeschlossen haben. Radikale Islamisten rekrutieren nach GfbV-Angaben mit den Einnahmen aus Entführungen, Drogen-, Menschen- und Waffenschmuggel immer neue Kämpfer unter der verarmten und perspektivlosen Bevölkerung im Norden Malis.

AQMI fordert zurzeit für die Freilassung von vier entführten Franzosen 100 Millionen Euro Lösegeld. MUJAO soll im Juli 2012 für die Freilassung von drei Geiseln aus Spanien und Italien 15 Millionen Euro erhalten haben. Deutschland und Österreich sollen seit 2002 größere Millionenbeträge für die Freilassung von Geiseln gezahlt haben.

Ulrich Delius ist zu erreichen unter Tel. 0551-49906-27.

Foto: ©Toumastpress

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4 Comments - Write a Comment

  1. jaja, es geht ja nur um AQMI. was ist mit den Tuaregs die nur in Frieden leben wollen? Warum wird alles vertuscht um die realen Problemen nicht ans Licht kommen zu lassen?
    Diese ganze islamistische Bewegung ist von den vielen Diktaturen in NordAfrika geschaffen worden um die Macht zu erhalten. Was macht die internationale Gemeinschaft? Nichts, oder schlimmer sie unterstuetzen genau solche Diktaturen. Warum redet niemand von den Millionen Berber die in Nordafrika unterdrueckt sind ? Sie werden geschlachtet, gefesselt, ihrer Kultur und Sprachen verneint,

    Und man erfindet AQMI und solches….Gibt es denn noch Politiker und Regierende die ein bisschen Wuerde und mums noch haben und die Wahrheit sagen koennen, statt “politically correct”-Saetze? Die ganze Welt driftet in den Abgrund…Die Gier schafft die Menschheit ab…Deutschland wird auch langsam abgeschafft (Sarazin)…

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    1. AQMI, das bedeutet gar nichts(leer Luft, awridh umakkssa), ist ein rein Herstellung algerien apparats macht(ofu), damals lokal um Mitternacht phantomiert. und Jetzt hat sein Spiel raume oder Horizont verbreitet, von lokal AQMI bis zum international AQMI geworden war, und damit hat mehr Aufmerksamkeit an sich gewonnen!
      Schau Spieler sind zum Beispiel:
      Razak elpara, elmdjnoun abed alah elkhorrto, aanatar zebel, geid salah ben bostaliya iben bouteflika yaati zarhouni khouh aitahmed usw.

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  2. Ciao Mister,da bin i aber gspannt uf d foetlei vo de buchi.Han grad vier Taeg umegsuechet, und e Lebensmittelvergiftig hinter mich bracht. Isch gar noed luschtig gsi, aber jetzt gahts wider ganz guet. Wens eim so mies gaht, sid die vile idrueck am tag sehr schwer vertraeglich. Bitte Ruh!Aber suscht isches ech mega spannend, bunt, luut und voller Gegesaetz. Isch wuerkli incredibel das Indie.Ich hoffe du haltisch no dure bis nach em Prakti bevor den du abhausch! Ganz liebi Gruess au a die ganz buchiJonas

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